Rosberg: das lange Leben eines Fake-Zitates (MEEDIA.de)
- Nico Rosberg hat niemals die Frauen-WM mit den Paralympics verglichen. Das steht spätestens seit Montag fest, als der Formel 1-Pilot auf seiner Homepage die Abschrift eines Pressegespräches veröffentlichte. Obwohl der Fall längst geklärt war, hielt das offenbar die Journalisten nicht davon ab auf einer DFB-PK die Nationalspielerinnen noch mit dem Zitat zu konfrontieren. Für den SID war die Reaktion der Kickerinnen auf eine bekanntlich nicht existente Aussage sogar noch eine Meldung wert...
Cicero Online entschleunigt seine Webseite (MEEDIA.de)
- Relaunch: keine Eilmeldungen, dafür Analysen und Debatten
OK!: Doc Schneider verlässt Klambt (MEEDIA.de)
Cete übernimmt Bertelsmann Digital-Fonds (MEEDIA.de)
Donnerstag, 30. Juni 2011
Mittwoch, 29. Juni 2011
Daten, Tools und Untersuchungen zu Facebook & Twitter
Die beste Zeit zum Twitern und Facebooken (Ethority.de/weblog)
Jeder zweite Surfer nutzt Social Networks
- Jeder zweite deutschsprachigen Internet-Nutzer ist bereits wöchentlich in Social Networks unterwegs. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie des Web-Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß. Die Hamburger haben sich die Nutzung und die Potenziale des Social Webs angesehen. Im Nutzungs-Ranking der Web 2.0-Angebote liegen Wikis mit 47 Prozent auf Platz zwei und Social-Shopping-Websites mit 22 Prozent auf Position drei...
Jeder zweite Surfer nutzt Social Networks
- Jeder zweite deutschsprachigen Internet-Nutzer ist bereits wöchentlich in Social Networks unterwegs. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie des Web-Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß. Die Hamburger haben sich die Nutzung und die Potenziale des Social Webs angesehen. Im Nutzungs-Ranking der Web 2.0-Angebote liegen Wikis mit 47 Prozent auf Platz zwei und Social-Shopping-Websites mit 22 Prozent auf Position drei...
Dienstag, 28. Juni 2011
Nico Rosberg, Holidaytest, Holidaycheck
Rosberg outet den Journalisten-Stammtisch (MEEDIA.de)
- Nico Rosberg ist doch kein so übler Macho: Seine Aussage dass er die Frauen-WM genauso wie auch die Paralympics anschaue, war falsch und wurde begeistert von einer Vielzahl von Medien aufgegriffen. Auf seiner Homepage veröffentlichte der Formel-1-Fahrer nun eine Abschrift des Pressegespräches in dem der Satz gefallen sein soll. Aus dem Transkript geht hervor: Der Satz ist so nicht gefallen. Die Abschrift enthüllt aber noch etwas anderes: der Peinlichkeit bei Journalisten-Fragen scheint keine Grenzen gesetzt zu sein...
Holidaytest: Holidaycheck geht vor Gericht (MEEDIA.de)
- Mit den Sommertemperaturen und der Vorfreude auf den Urlaub erhöht sich auch der Stresspegel in der Web-Reisebranche. Kurz vor Beginn der großen Ferien gehtHolidaycheck.de, der Platzhirsch unter den Hotelbewertungsportalen, gegen den jungen HerausfordererHolidaytest.de des Leipzigers Web-Reise-Riesen Unister AG vor. Gegen den frisch gelaunchten Neuling haben die Münchner nun eine einstweilige Verfügung wegen Irreführung des Verbrauchers erwirkt...
- Nico Rosberg ist doch kein so übler Macho: Seine Aussage dass er die Frauen-WM genauso wie auch die Paralympics anschaue, war falsch und wurde begeistert von einer Vielzahl von Medien aufgegriffen. Auf seiner Homepage veröffentlichte der Formel-1-Fahrer nun eine Abschrift des Pressegespräches in dem der Satz gefallen sein soll. Aus dem Transkript geht hervor: Der Satz ist so nicht gefallen. Die Abschrift enthüllt aber noch etwas anderes: der Peinlichkeit bei Journalisten-Fragen scheint keine Grenzen gesetzt zu sein...
Holidaytest: Holidaycheck geht vor Gericht (MEEDIA.de)
- Mit den Sommertemperaturen und der Vorfreude auf den Urlaub erhöht sich auch der Stresspegel in der Web-Reisebranche. Kurz vor Beginn der großen Ferien gehtHolidaycheck.de, der Platzhirsch unter den Hotelbewertungsportalen, gegen den jungen HerausfordererHolidaytest.de des Leipzigers Web-Reise-Riesen Unister AG vor. Gegen den frisch gelaunchten Neuling haben die Münchner nun eine einstweilige Verfügung wegen Irreführung des Verbrauchers erwirkt...
Montag, 27. Juni 2011
"Eklat" um nicht gedrucktes Focus-Interview, "Zweitverwertungs"-Portale, Tablet-Besitzer
"Eklat" um nicht gedrucktes Focus-Interview (MEEDIA.de)
Verkehrte Welt: Normalerweise gibt es immer dann Ärger, wenn Politiker-Interviews geführt wurden und sie es wegen einer weichgespülten Autorisierung doch nicht ins Heft schaffen. Jetzt gibt es Streit um ein nicht gedrucktes Focus-Interview mit Renate Künast. Nicht, weil die Fraktionsvorsitzende der Grünen zu zickig bei der Autorisierung war, sondern weil das Magazin das Gespräch aus dem Blatt nahm...
Zweitverwertungs-Portale: Das ernüchternde Verhältnis der Grünen zum Online-Journalismus (MEEDIA.de)
20 Prozent der US-Tablet-Besitzer wollen für Medien-Apps zahlen (App-Ökonomie)
Verkehrte Welt: Normalerweise gibt es immer dann Ärger, wenn Politiker-Interviews geführt wurden und sie es wegen einer weichgespülten Autorisierung doch nicht ins Heft schaffen. Jetzt gibt es Streit um ein nicht gedrucktes Focus-Interview mit Renate Künast. Nicht, weil die Fraktionsvorsitzende der Grünen zu zickig bei der Autorisierung war, sondern weil das Magazin das Gespräch aus dem Blatt nahm...
Zweitverwertungs-Portale: Das ernüchternde Verhältnis der Grünen zum Online-Journalismus (MEEDIA.de)
20 Prozent der US-Tablet-Besitzer wollen für Medien-Apps zahlen (App-Ökonomie)
Sonntag, 26. Juni 2011
Ein neuer Typus von Web-Journalisten
Seit Tagen lässt mich dieses kurzes Stück aus der Funkkorrespondenz nicht mehr los. Wie Daniel Bouhs zu recht anmerkt (siehe Bild), wundert sich das Medienmagazin über den Output des DWDL-Kollegen Alexander Krei, der innerhalb von 25 Stunden 13 Texte veröffentlichte. Die große Mehrzahl der Stücke waren aggregierte Meldungen, was trotzdem eine beachtliche Leistung ist. “In diesem Autor kann man einen Medienjournalisten neuen Typs erkennen”, heißt es in dem Text. “Jeder Verlag, der noch Journalisten beschäftigt, die für einen einzigen Artikel mehr als eine Stunde brauchen, wäre erfreut über solche Produktivität eines Einzelnen. Das Internet macht’s möglich.”
Ich weiß bis heute nicht, ob der Autor “da” nun erschreckt, überrascht oder sonst was ist. Alexander Krei ging es offenbar ganz ähnlich. “Seien wir mal ehrlich: All das ist schnell (und, soweit ich das beurteilen kann, auch sauber) vermeldet. Den sich daraus möglicherweise ergebenden (versteckten) Vorwurf, die Qualität bleibe dabei möglicherweise auf der Strecke, müssen natürlich andere beurteilen”, bloggt er.
Ich kann aus eigener Erfahrung die Arbeitsweise von Krei sehr gut verstehen. Mittlerweile scheint es mir ganz offensichtlich, dass wir es hier mit einem neuen Typen von Web-Journalismus zu tun zu haben. Dieses neue Berufsbild ist ein Zwitter aus der Tätigkeit eines Nachrichten-Aggregator und eines klassisch recherchierenden Journalisten.
Das fast schon selbstverständliche Aggregieren der Leistungen anderer Medien in Form von eigenen Meldungen, wie es Redaktionen wie DWDL, genauso wie MEEDIA.de und viele andere Web-Portale betreiben, ist eine Reaktion auf die noch recht junge Blogger-Kultur. Denn der ihr innewohnende Anspruch, alle Nachrichten möglichst schnell und direkt bloggen zu wollen, haben sich vor allem kleine Fach-Redaktionen - wie selbstverständlich - zu eigen gemacht. Zudem konkurriert man längst auch mit Blogs.
Auch finanzielle Zwänge sind für das stetige Aggregieren verantwortlich: Da die meisten kleinen Fach-Redaktionen kein Geld für teure Argenturticker haben, muss eben jede relevante Meldung selbst geschrieben werden. Allerdings besteht die Kunst darin, den richtigen Mix aus eigenen exklusiven Stücken und Analysen sowie aggregierten Meldungen zu finden.
Die Kehrseite I: Der immense Ausstoß dieser neuen motivierten Web-Journalisten lässt die Überlegungen einiger Chefredakteure wie die des Pcwelt.de-Chefredakteures, Andreas Perband, in einem anderem Licht erscheinen, für eine Meldung nur 10 Euro zu zahlen.
Die Kehrseite II: Man sehnt sich danach, für ein Stück mal richtig lange Zeit zu haben. Aber im Redaktionsalltag fehlt diese Zeit meistens. Die Folge: Längst sind die Story und die Recherche der Star. Der Text bleibt funktional. Es fehlt schlicht die Zeit für eine besonders ausgefeilte Formulierung. Unter den neuen Web-Journalisten gibt es kaum Edelfedern.
Allerdings: Die neuen Web-Journalisten sind extrem belastbar. Und wieder liegt der Grund dafür in der Blogger-Kultur. Sie lebt uns seit Jahren eine 24/7-Always-on-Attitüde vor. Es gibt längst keine Work/Life-Trennung mehr. Ich bin immer im Einsatz und wenn ich ins Bett gehe und eine vermeintlich wichtige News ist noch nicht geschrieben, tut mir das - wahrscheinlich genauso wie Alexander Krei und einigen anderen - regelrecht körperlich weh. Ob es den Print-Kollegen auch so geht? Keine Ahnung.
Ich weiß bis heute nicht, ob der Autor “da” nun erschreckt, überrascht oder sonst was ist. Alexander Krei ging es offenbar ganz ähnlich. “Seien wir mal ehrlich: All das ist schnell (und, soweit ich das beurteilen kann, auch sauber) vermeldet. Den sich daraus möglicherweise ergebenden (versteckten) Vorwurf, die Qualität bleibe dabei möglicherweise auf der Strecke, müssen natürlich andere beurteilen”, bloggt er.
Ich kann aus eigener Erfahrung die Arbeitsweise von Krei sehr gut verstehen. Mittlerweile scheint es mir ganz offensichtlich, dass wir es hier mit einem neuen Typen von Web-Journalismus zu tun zu haben. Dieses neue Berufsbild ist ein Zwitter aus der Tätigkeit eines Nachrichten-Aggregator und eines klassisch recherchierenden Journalisten.
Das fast schon selbstverständliche Aggregieren der Leistungen anderer Medien in Form von eigenen Meldungen, wie es Redaktionen wie DWDL, genauso wie MEEDIA.de und viele andere Web-Portale betreiben, ist eine Reaktion auf die noch recht junge Blogger-Kultur. Denn der ihr innewohnende Anspruch, alle Nachrichten möglichst schnell und direkt bloggen zu wollen, haben sich vor allem kleine Fach-Redaktionen - wie selbstverständlich - zu eigen gemacht. Zudem konkurriert man längst auch mit Blogs.
Auch finanzielle Zwänge sind für das stetige Aggregieren verantwortlich: Da die meisten kleinen Fach-Redaktionen kein Geld für teure Argenturticker haben, muss eben jede relevante Meldung selbst geschrieben werden. Allerdings besteht die Kunst darin, den richtigen Mix aus eigenen exklusiven Stücken und Analysen sowie aggregierten Meldungen zu finden.
Die Kehrseite I: Der immense Ausstoß dieser neuen motivierten Web-Journalisten lässt die Überlegungen einiger Chefredakteure wie die des Pcwelt.de-Chefredakteures, Andreas Perband, in einem anderem Licht erscheinen, für eine Meldung nur 10 Euro zu zahlen.
Die Kehrseite II: Man sehnt sich danach, für ein Stück mal richtig lange Zeit zu haben. Aber im Redaktionsalltag fehlt diese Zeit meistens. Die Folge: Längst sind die Story und die Recherche der Star. Der Text bleibt funktional. Es fehlt schlicht die Zeit für eine besonders ausgefeilte Formulierung. Unter den neuen Web-Journalisten gibt es kaum Edelfedern.
Allerdings: Die neuen Web-Journalisten sind extrem belastbar. Und wieder liegt der Grund dafür in der Blogger-Kultur. Sie lebt uns seit Jahren eine 24/7-Always-on-Attitüde vor. Es gibt längst keine Work/Life-Trennung mehr. Ich bin immer im Einsatz und wenn ich ins Bett gehe und eine vermeintlich wichtige News ist noch nicht geschrieben, tut mir das - wahrscheinlich genauso wie Alexander Krei und einigen anderen - regelrecht körperlich weh. Ob es den Print-Kollegen auch so geht? Keine Ahnung.
Döpfner und die SZ: zwei Stühle, eine Meinung
Döpfner und die SZ: zwei Stühle, eine Meinung (App-Ökonomie)
- Springer-Chef Mathias Döpfner spricht mit der Süddeutschen Zeitung über die Tagesschau-App. Das klingt nach? Richtig: zwei Stühle, eine Meinung...
- Springer-Chef Mathias Döpfner spricht mit der Süddeutschen Zeitung über die Tagesschau-App. Das klingt nach? Richtig: zwei Stühle, eine Meinung...
Abonnieren
Posts (Atom)
